Die Kraft, die den Mythos „Blade Runner“ mit Leben erfüllte, strömte ihm aus der düster gestimmten Jugendkultur der späten 1970er Jahre zu. Der Film brachte einen neuen Tonfall in die pubertäre, ja kindliche Welt des Science-Fiction-Films jener Jahre, die von „Star Wars“ und „E.T.“ beherrscht wurde. Ridley Scott staubte beim musikalisch gerade abgestorbenen Punk die künstlerische Geste ab und holte damit einige alte Motive aus der Filmgeschichte in die Gegenwart.
Weder das Drehbuch, noch die Charaktere, geschweige denn die Schauspieler haben „Blade Runner“ den Weg vom kurzlebigen Zeitgeistphänomen zum längerfristig einflussreichen Markstein geebnet. Allein Ridley Scotts künstlerischer Wille, sich von den seinerzeit gängigen Bildwelten und vorherrschenden Zeitstimmungen im Science-Fiction-Film zu lösen, sichert diesem Film seinen Rang.
Rundrum erstaunlich an Ridley Scotts Werk bleibt der Wille zur Modernität allemal. Seine Kollegen Spielberg und Lucas, beide um etliche Jahre jünger, schöpften ihre Inspiration aus der Popkultur der 1960er Jahre, als sie die Mythologie ihrer phantastischen Welten schufen. So sehr Lucas auch durch konsequente Unterfütterung seiner Geschichte mit den Ergebnissen der vergleichenden Mythenforschung einen überzeitlich funktionierenden Wirkmechanismus einbaute, so wenig hätte „Star Wars“ seinen überwältigenden Erfolg ohne den Pakt mit den Sehnsüchten einer Generation erreichen können. Obi Wan Kenobi, Yoda und Luke Skywalker verhalfen der naiven Hippiewelt aus fernöstlicher Mystik und Jugendrebellion gegen dunkle Imperien zu einer märchenhaften Entsprechung im Weltall. Wie anders die düsteren, pessimistischen Zukunftsvisionen des älteren Ridley Scott. Seinerzeit ein Mittvierziger, klinkte er sich aus den generationsspezifischen Visionen der Jüngeren aus, um Motive der klassischen Schwarzen Serie mit den unmittelbar gegenwärtigen Tendenzen der Jugendkultur des Punk zu verschmelzen.
Das Los Angeles des Jahres 2019 liegt schmutzig im kalten Dauerregen. Riesige, futuristische Glaspaläste kontrastieren mit verkommenen Bruchbuden. Anderswo, auf den Kolonien der Menschheit im All, ist es noch unwirtlicher. Gern lässt man also die Drecksarbeiten dort von „Replikanten“, nahezu menschengleichen Androiden, verrichten. Ein Replikant, der spurt, ist eine willkommene Maschine. Ein Replikant, der vom Leben mehr verlangt als ein Butterbrot, ist ein Problem. Nach den moralischen Maßstäben, die man im Umgang mit den Replikanten an den Tag legt, fragt schon lange keiner mehr. Sollte ein Replikant es wagen, zurück auf die Erde zu kommen, wird er von einem „Blade Runner“, einem Kopfgeldjäger im Polizeidienst, ausgeknipst. Ein Replikant ist kein menschliches Wesen, sondern ein Ding.
Deutlich leitet sich die Figur des desillusionierten „Blade Runners“ Rick Deckard (Harrison Ford) vom Urbild aller einsamen Privatdetektive, dem alten Sam Spade, her. Die Stadt ist ein einziger Moloch, die Menschen gefühllos gegen die zivilisatorische Verwahrlosung. Hinter den Fassaden der riesigen Häuser verbergen sich endlose, verrottete Innenräume. Außen die nie verlöschenden Lichter und Leuchtreklamen der Großstadt, innen der gespenstische Widerschein der scharfen Lichtkegel im Halbdunkel. Ein Gleichnis auf eine hoch technisierte Gesellschaft, deren Kern faul ist, die das Gefühl für das Wesen und den Wert menschlicher Existenz zu großen Teilen verloren hat.
Welch ungeheuere Ambition Ridley Scott mit dieser Produktion hatte, zeigt sich an den detailbesessenen Szenenbildern, die er schaffen ließ. Nicht nur hierin eiferte er seinem Vorbild Stanley Kubrick nach, obwohl er ganz andere Ziele verfolgte. Selbst nach heutigen Maßstäben wirken die Sets von „Blade Runner“ nicht billig oder unfreiwillig farcenhaft. Kubrick hatte mit „2001“ den Science-Fiction Film von der Aura der billigen Pappkulissen und Gummimaskenmonster im Stil der 1950er befreit. Scotts futuristische Stadtmodelle und Spezialeffekte können sich mit denen Kubricks oder der „Star Wars“ Filme messen. Sicher merkt man an den vielen kleinen technischen Spielereien, dass „Star Wars“ noch frisch in Erinnerung war, wiewohl „Blade Runner“ alles andere als ein knalliges Effektspektakel der Marke George Lucas ist.
In der sorgfältigen, fast bis zum Exzess betrieben Gestaltung der halbverfallenen Innenräume, und den streng durchkomponierten Bildausschnitten lehnt er sich fühlbar an Kubrick an. Von „2001“ bis „Shining“ inspiriert, atmet hier vieles den Geist des Meisters. Ridley Scott wirkt dabei sogar sympathischer als Kubrick, der seine Figuren durch die fast abstrakte Geometrie seiner Bildkomposition oft einschnürte. Scotts Auge ist weniger kaltherzig, eher desillusioniert im Stile der klassischen Schwarzen Serie. Er bevorzugt langgedehnte, oft elegische Einstellungen.
So sehr „Blade Runner“ ein eigenständiger Film ist, der sich aus einem wohl überlegten Umgang mit Motiven der Filmgeschichte speist, so sehr wirft der Roman von Philip K. Dick seinen Schatten in den Kosmos dieses Werkes. Die einen sagen, man dürfe Buch und Film möglichst gar nicht vergleichen, die anderen beklagen jede der gravierenden Abweichungen vom Roman. Beide Extrempositionen werden dem Werk nicht gerecht.
Die Romane Philip. K. Dicks sind nicht einfach beliebiger Science-Fiction Rohstoff für den Regisseur gewesen. Von den Romanen Dicks ging etwas aus, was sie von allen anderen Romanen jener Zeit unterschied. Es ist schwer dafür ein Wort zu finden. Das beste, welches mir einfällt, ist „Weltgefühl“. Was die Lektüre eines Dick-Romans hervorruft, ist eine Art Staunen gegenüber der als selbstverständlich hingenommenen Wirklichkeit. Dick wirkt wie ein gefühlsmäßiger Fremdling aus späterer Zeit in seiner Welt der 1950er und 1960er Jahre. Diese Fremdheit gegenüber der umgebenden Welt macht die Modernität seiner Romane aus, zumindest bis in die 1990er Jahre hinein. Er wirkt wie ein verfrühter Zeitgenosse. Heute scheinen wir Dicks Figuren eingeholt zu haben. Vermutlich ist dies der Grund dafür, warum er jetzt erst so populär geworden ist in Hollywood.
Dieses faszinierend moderne Weltgefühl war es im Kern, was Ridley Scott intuitiv an Dick interessierte. Seine große Stärke war es, sich als Filmgestalter ganz unliterarisch zu geben, sondern vielmehr eine zeitgemäße, rein filmische Entsprechung für die Dicksche Modernität zu finden. Ridley Scott wollte einen filmischen Stil, der die Modernität der frühen Achtziger gegen den Hippie-Zeitgeist der 1970er Jahre behauptete. Brüsk weist Ridley Scott das filmische Hippietum durch seine kühle, düstere und pessimistische Vision zurück, wie noch jeder Punk der erklärte Todfeind des Hippietums war. Gegenüber den früheren gesellschaftskritischen Science-Fiction Werken der 1970er Jahre fällt der geradezu modische Stilwille auf, wie auch der ursprüngliche Punk sich als radikaler Stilwille ausdrückte, als grelle und provokante Distanzgeste gegenüber dem als schlaff empfundenen „Love & Peace“ Weltbild der Hippies.
Die generationsübergreifende Mythen- und Motivverschmelzung durch einen unbedingten Stilwillen kann man als die eigentliche, herausragende Leistung Ridley Scotts ansehen. Sie allein sichert „Blade Runner“ seinen Rang als zumindest mittelfristig ungemein einflussreicher Klassiker. Und darüber hinaus? Wie steht es mit den inhaltlichen Aspekten, nicht zuletzt in Hinblick auf den auch in dieser Hinsicht ganz einzigartigen Philip K. Dick?
Wer nicht ganz verblendet ist von dem vermeintlichen Tiefsinn, der durch die Science-Fiction Fankultur in diesen Film hineinprojiziert wurde, dem dürften Zweifel an den inhaltlichen Qualitäten des Drehbuchs nicht ganz fremd sein. Je öfter und je nüchterner man über einzelne Motive, ihr Zusammenwirken und schließlich ihre Gesamtaussage nachdenkt, desto ketzerischer dürften die Resultate sein. Kürzen wir es ab: Was die philosophische Durchdringung des Grundthemas angeht, erweist sich „Blade Runner“ als intellektuell recht sparsam instrumentiert.
So sehr Ridley Scott berechtigt von der faszinierenden Modernität des Weltgefühls in Dicks Roman beeindruckt war und ihr eine großartige, ganz und gar eigenständige filmische Entsprechung verlieh, so problematisch bleibt sein Umgang mit den inhaltlichen und philosophischen Aspekten der Dickschen Romanwelt.
Philip K. Dicks großes Thema, das sich durch alle seine Werke zieht, ist die Erschütterung des Vertrauens in die Wirklichkeit. Dicks Visionen sind philosophisch, ja religiös inspiriert. Hier zuckte Scott zurück. Seine Drehbuchautoren zerlegten den Roman in Einzelteile und amputierten nicht nur einzelne Glieder, sondern leider auch das Gehirn. Das Thema der ungewissen, erschütterten Wirklichkeit wird von Scott ganz und gar äußerlich aufgefasst. Philip K. Dick ist ein philosophischer Pessimist, der an der Wirklichkeit zweifelt, Ridley Scott hingegen ein Gesellschaftskritiker, der an der Zivilisation zweifelt. Sicher, die Jagd auf Replikanten und die Frage nach dem, was menschliches Leben, ja eine menschenwürdige Existenz ausmacht, wird erhalten. Es sind indes nur Trümmer von Dicks Buch. Der Film wird allein vom Kitt der Zeitgeistvision zusammengehalten. Erstaunlicherweise reicht Scotts Charakterzeichnung nicht weit, obwohl es hier um den Kern menschlicher Existenz geht. Ebenso fällt auch die Tiefenschärfe des finsteren Bildes, das von der zukünftigen Gesellschaft gezeichnet wird, verblüffend gering aus.
Scott und seinen Drehbuchautoren gelang es nicht, den inneren Dämonen, die Dick umgetrieben haben, und die seinen Romanen, so widersprüchlich und schwankend sie im einzelnen auch sind, einen künstlerisch überzeugenden Zusammenhalt gaben, auch nur etwas annähernd Gleichrangiges entgegenzustellen. So wirken viele Elemente ohne den Hintergrund des Dickschen Weltbildes weitgehend zufällig oder unlogisch im Film. Warum künstliche Tiere so eine Rolle spielen, bleibt vollkommen unmotiviert im Film, ebenso wie die absurden Replikanten-Tests, die letztlich unwichtig sind, da sie für den weiteren Verlauf der Filmhandlung keine Bedeutung mehr haben.
Absolut läppisch wird die Andeutung, Deckard könnte selbst ein Replikant sein, gehandhabt. Viel Bohei wurde von den Anhängern des Films um den „Einhorn-Traum“ gemacht. Nur: nichts folgt daraus. Egal wie man es sieht. Die angedeutete Möglichkeit ist eigentümlich folgenlos für den Film, auch im Director’s Cut. Gegen Ende menschelt es gewaltig in der ach so menschenfeindlichen Stadt. Der rabiate Replikant Roy (Rutger Hauer) entdeckt im Scheitern noch den Wert menschlichen Lebens, und Deckard und Rachel im falschen Leben die wahre Liebe. So eindrucksvoll das düstere Pathos des Endes auch formal von Ridley Scott inszeniert wurde, so konventionell nimmt es sich inhaltlich trotz allen Pessimismus aus. Nun wird gerade das Ende des Films von den Fans abgöttisch geliebt, die Neigung sich mit einem Fragezeichen ausgerechnet an dieser Stelle auseinanderzusetzen, dürfte gering sein.
Natürlich darf der Regisseur eine Romanvorlage interpretieren wie er will, er muss allein das Ergebnis verantworten. Und doch: Scott hatte nicht die Kraft, den philosophischen Problemstellungen Dicks durch gesellschaftskritische Überlegungen im Film eine gleichrangige Interpretation zu geben. Hat der Zweifel erst mal an dieser Stelle Wurzeln geschlagen, so wächst er auch hinter anderen Aspekten des Films.
Geradezu erschreckend simpel strickt Ridley Scott die Erotik des Blade Runners. Harrison Ford gibt den handelsüblichen einsamen Wolf, der desillusioniert die unschuldige und sehr süße Replikantin mit den traurigen Augen vernascht. Zur komplexen Erotik in Philip K. Dicks Roman haben weder Scott, noch seine Drehbuchautoren ein Verhältnis, obwohl die trügerischen, durch künstliche Gefühlsmaschinen verfremdeten Beziehungen ein wesentliches Element seiner künstlerischen Vielschichtigkeit sind. Dick war mehrfach verheiratet und seine zahllosen, nie einfachen Frauengeschichten dürften die existentielle Ungewissheit, die seinen Kosmos auszeichnet, geprägt haben. Der Film „Blade Runner“ nimmt nichts davon auf, Scott interessieren diese scheinbar filmisch so nahe liegenden, und meiner Meinung nach auch ergiebigen Elemente sehr wenig.
Immerhin spendiert er uns mit der jungen Daryl Hannah eine sexy Punk-Replikantin und auch die gefährliche Zhora, als Schlangentänzerin im durchsichtigen Plastikfummel, ist lecker, aber letztlich nur Augenfutter als Beilage. Ridley Scott bleibt ein erotischer Standfußballer, der auf Standardsituationen vertraut.
Wie lange die Wirkung des Mythos „Blade Runner“ der unerbittlich weiter voranschreitenden Modernisierung unserer Bildvorstellungen und Bildwahrnehmungen standhalten kann, vermag man noch nicht sicher beantworten. Es scheint mir aber, dass man heute etwas vorsichtiger und weniger sicher mit dem Etikett des unbezweifelbaren und langlebigen „Klassikers“ umgehen sollte, als noch vor gut zehn Jahren, da man „Blade Runner“ in den höchsten Gipfelregionen der Filmkunst ansiedelte. Dem rauen Klima dort halten nur wenige stand. Die inhaltlichen Schwächen, die schon in der Entstehungszeit offensichtlich waren, fallen im Abstand vielleicht noch deutlicher auf. Die seinerzeit modisch visionäre Gestaltung scheint seither vollkommen von der Filmwelt absorbiert worden zu sein, sie wirkt mittlerweile historisch, wiewohl noch immer überzeugend stimmig. Ob darüber hinaus aber dem Film eine überragende künstlerische Leistung zuzusprechen ist, die ihm weiterhin ein dauerhaftes Interesse sichert, glaube ich inzwischen nicht mehr aus vollem Herzen.
Eine dünne, aber wahrnehmbare Schicht Edelpatina hat sich über den Film gelegt. Etwas besorgt frage ich mich, wie „Blade Runner“ weiter altern wird. Kommt er über die filmhistorische Midlife-Crisis hinaus? Reift er zum zeitgeistunabhängigen Klassiker? Oder landet er doch noch auf dem Speicher für nostalgisches Filmgerümpel? Ridley Scotts späteres Schaffen, welches nie mehr die Höhe von „Alien“ und „Blade Runner“ erreichte, lässt zudem werkimmanente Zweifel an der künstlerischen Klasse des Regisseurs aufkommen. Noch kann man die Zweifel mit einigen Handbewegungen wegwischen. Noch.
85%
Leicht überarbeitete Fassung des erstmals am 26. November 2006 in der OFDb veröffentlichten Reviews.
Vom Textinhalt her liegen wir gar nicht so weit auseinander. Visuell bzw. allgemein von der technischen Inszenierung her sicherlich gewaltig, inhaltlich wiederum ziemlich weit entfernt davon.
AntwortenLöschenEs sind indes nur Trümmer von Dicks Buch.
Das ist leider wahr. Und dabei ist Dicks Buch im Vergleich zu anderen seiner Werke auch nicht der "Renner" (was nun härter klingt als es ist). Gerade das Finale gerät etwas enttäuschend, weil überhastet (was jedoch bei ihm kein Einzelfall war). Dennoch habe ich bei Scott speziell den thematischen Umgang mit den Replikanten vermisst, der hier ja weitaus mehr im Vordergrund steht als bei Dick aber dennoch sogar noch weitaus mehr vernachlässigt wird.
Zu dem Film bzw. einem Abgleich aller 5 Versionen hatte ich auch mal einen Essay mit entsprechender Literatur vorbereitet. Wertungstechnisch würde ich den Film 10% niedriger einstufen, da ich mehr Wert auf Substanz denn Style lege, weshalb die inhaltlichen Schwächen des Films bei mir stärker wiegen als seine Faszination. Meine favorisierte Version ist übrigens die Arbeitsfassung, ohne Einhorn-Traum und Shining-Ende. Aber immerhin hatte man die Cojones, jede Fassung zur Verfügung zu stellen, im Gegensatz zu manch anderem Regisseur und seinem "Meisterwerk"...
Unerreicht und in keinster Weise gealtert. Ein Meisterwerk sondergleichen... inhaltliche Schwächen? Pfff. Ganz großes Kino.
AntwortenLöschenPS: Alles unter 100% ist eine Beleidigung.
AntwortenLöschen@Flo Lieb: Die Gewichtung von Form und Inhalt fällt sicher individuell verschieden aus, wobei ich zugegeben dabei keine einheitliche Linie verfechte. (McKenzie und das Hofbauer-Kommando dürften so ungefähr die extreme Gegenposition zu deinem Standpunkt vertreten). An manchen Filmen interssiert mich fast nur die stilistische oder ikonische Substanz, an andere stelle ich höhere inhaltliche Ansprüche. Bei "Blade Runner" hatte ich an beide Ebenen Ansprüche. Inhaltlich waren sie sicher dadurch bestimmt, dass ich früher ein sehr interessierter Leser der Romane und Kurzgeschichten von PKD gewesen bin. Das steht heute nicht mehr so im Vordergrund, obwohl ich derzeit gerade "Ubik" aus dem Regal gezogen und auf den Nachttisch gelegt habe.
AntwortenLöschenIch stimme Dir zu, dass "Do Androids Dream of Electric Sheep? (Blade Runner)" nicht unbedingt der stärkste Roman von Dick ist. Allerdings liegt die Qualität von Dick im Allgemeinen nicht gerade im wissenschaftlichen Denken oder in der logischen Stimmigkeit seiner Weltentwürfe. Er hat von Natur aus viel aus dem Bauch heraus geschrieben und musste die Romane unter extremen Termindruck ums liebe Geld willen schneller raushauen, als es den Texten oftmals gutgetan hat. Das Besondere an ihnen ist für mich das Weltgefühl, das sie vermitteln, weniger die einzelnen Genreelemente, derer sie sich bedienen.
Von den Versionen kannte ich nach meiner Erinnerung damals bei der Abfassung des Reviews nur die alte Kinoversion und den Director's Cut, letzterer war glaube ich auch die Grundlage des Reviews. Den neuen Final Cut hab ich nur in einzelnen Szenen gesehen, für die Überarbeitung des Reviews wollte ich ihn mir nicht extra nochmal ausleihen. Soweit ich erkennen kann, wird die Argumentationslinie meines Reviews nicht von der Versionsfrage sonderlich betroffen. Insbesondere der Vergleich der Fassungen bleibt ja hier fast völlig außen vor.
Obwohl...die Arbeitsfassung reizte mich doch wieder.
@Anthony: Das war dann wohl die Liebeserklärung eines Fans. Und wer bin ich, dass ich gegen eine solche Liebeserklärung ankäme? Worte gegen Liebe... tztz.
AntwortenLöschenAber okay, verstehen tue ich es.